Meine Lieblings-Apps und Tools (2026)

Lieblings-Apps und Tools 2026
Meine Lieblings-Apps und Tools des Jahres.

Das letzte Jahr war für mich ein Jahr des Umbruchs. Um ganz ehrlich zu sein, hat der Trend, hin zur künstlichen Intelligenz, viele meiner Websites und geplanten Projekte gekillt. Zu Beginn waren viele meiner Kunden erst einmal weg und meinten, sie könnten nun alle Texte von ChatGPT schreiben lassen. Der Hype war da, die Kunden nicht mehr.

Die meisten von ihnen kamen allerdings relativ schnell zurück, als sich herausstellte, dass das doch nicht so gut funktioniert und qualitativ eigentlich keinen Sinn ergibt. Denn KI-Inhalten fehlt ein authentischer Stil, eine wiederkehrende Tonalität, eben einfach die Persönlichkeit im geschriebenen Wort. Echte Recherche und Faktenchecks von Hand, sind zudem auch etwas, was eine KI nicht so einfach ersetzt. Die Mag für Shop-Beschreibungen ausreichend sein, jedoch nicht für redaktionelle Artikel, die Stammleser bedienen sollen. Aber sagt das mal meinen Auftraggebern!

Bis die das verstanden hatten, vergingen ein paar Monate. Es war eine Durststrecke mit wirklich wenigen Aufträgen und vielen Zukunftsängsten. Da bin ich ganz ehrlich. Somit war es ein Jahr des Umbruchs. Vieles habe ich heruntergefahren, eingestampft, umgebaut oder gleich ganz aufgegeben. Vor allem habe ich klar Schiff gemacht, was Apps und Tools im Alltag angeht. Gerade Abonnements wollte ich weiter reduzieren, da ich sie nach wie vor für ein schreckliches Geschäftsmodell halte. Teure Einmalkäufe hingegen supporte ich immer wieder gerne. Apps dürfen nämlich ruhig ein wenig mehr kosten, wenn sie funktionieren und auf Abos verzichten.

Da ich selbst solche Listen, wie die nun folgende, sehr gerne lese, unter anderem, weil ich dort häufig ein paar Geheimtipps entdecke, kommt hier nun meine eigene. Inspiriert hat mich primär Matt Stein mit seinem Blog, der solche Listen seit einigen Jahren veröffentlicht und dabei auch gleich ganz ehrlich schreibt, was sich im Laufe des Jahres so alles verändert hat.

Die besten Apps und Tools

Wichtig ist mir, hier nichts zu empfehlen, was ich nicht auch das gesamte letzte Jahr 2025 aktiv genutzt habe und 2026 weiterhin nutzen werde. Apps und Tools, die sich als weniger wertvoll erwiesen haben, werdet ihr hier aufgrund dessen gar nicht erst finden. Die Liste dient als Hilfe für andere Nutzer, die vielleicht auf der Suche nach guten Apps, Tools und Alternativen zu bisherigen Lösungen sind. Aber auch um das zu supporten, was wirklich gut ist. Apps also, die Dinge vielleicht anders und/oder besser machen.

Was ich im letzten Jahr gelernt und verändert habe

Anfang des Jahres habe ich meinen gesamten Workflow bezüglich Texte verändert. Ich schreibe schon länger nur noch in Markdown, doch jetzt nutze ich keine verschiedenen Apps mehr. Stattdessen verwende ich für das Texten ausschließlich Sublime Text mit dem Monokai Pro Plugin. Alles ist dabei so eingerichtet, dass ich per Klick im Dock einen Workspace mit Bibliothek öffne und so meine Ordner sofort offen habe. Inklusive privater Notizen. Die Ordner liegen in der iCloud, werden also automatisch synchronisiert. Auf dem iPhone öffne ich die Markdown-Dateien, falls das mal nötig ist, mit der App Runestone.

Was die Kamera angeht, bin ich ehrlicherweise unzufrieden. Das wertige Objektiv rettet aktuell zwar noch vieles, aber auf die Canon R5 Mark II hätte ich schon Lust. Da wir aber gerade erst Nachwuchs bekommen haben, wird das wohl nichts, denn das Geld ist beim Baby aktuell besser aufgehoben als in einer neuen Kamera. Ersetzen werde ich aber definitiv die Insta360 Ace Pro. Die war am Anfang zwar toll, hat aber immer mehr Macken offenbart und enttäuscht mich mit dummen Fehlern. Beim nächsten großen GoPro-Release greife ich also zu und hoffe darauf, dass die ihre Probleme endlich in den Griff bekommen haben. Die Änderungen in Bezug auf die Actioncam sind also in greifbarer Nähe.

Im Hinblick auf die Audiobearbeitung hat sich ebenfalls etwas Interessantes getan. Dazu muss ich sagen, dass ich durch verschiedene musikalische Hintergründe, im Laufe der Zeit sehr viele teure Mikrofone angehäuft habe. Nun aber hat sich endgültig gezeigt, dass die Aufnahmen damit jedes Mal viel zu aufwendig sind. Stattdessen nehme ich Sprache jetzt direkt mit einem Rode Wireless Go Gen 3 auf und lade die Datei anschließend in Auphonic hoch, wo sie automatisch verbessert wird. Anschließend baue ich sie in meine Projekte ein. Das geht schnell und hält mich nicht immer davon ab, etwas aufzunehmen, nur weil der Aufwand dafür so groß ist. Mit dem neuen Setup gibt es keine Ausreden mehr. Und auch kein Gefummel mit Kabeln, Halterungen, Mischpulten und digitalen Plugins.

Das ist überhaupt eine der Lehren des letzten Jahres. Stets habe ich extrem auf Qualität geachtet und dabei wenig fertig bekommen. »Better done than perfect«, ist kein neuer Spruch, aber zum ersten Mal habe ich so richtig gefühlt, dass es den Leuten da draußen eigentlich egal ist. Sie haben lieber irgendein Video oder irgendeinen Podcast, als gar keinen oder den Ausfall einer Folge. Dementsprechend nehme ich nun immer öfter etwas hin, was ich selbst nicht als perfekt erachte. Das führt dann dazu, dass Dinge stressfreier und regelmäßiger funktionieren. Einige Sachen klappten früher nur einmal im Monat, jetzt, mit neuer Einstellung, aber auf einmal jede Woche.

Die teuerste Technik bringt euch also nicht weiter, wenn das Auspacken, Aufbauen und Anschließen eurem Alltag nicht standhält. Lieber einfach mal machen, als zu viel planen, ist daher das Motto für das kommende Jahr.

Worauf ich im neuen Jahr besonders gespannt bin

Bei den Apps haben sich ein paar Sachen ergeben, die ich so zuvor nicht erwartet hatte. Unter anderem kaufte Apple bereits Ende 2024 das Unternehmen hinter Pixelmator und Photomator. Das fand ich nicht nur spannend, sondern auch äußerst vielversprechend. Doch seit der Übernahme ist da nicht mehr viel passiert und speziell Photomator, welches vorher noch eine aussichtsreiche Roadmap präsentierte sowie ein relativ teurer Einmalkauf war, hat sich seit dem Kauf durch Apple kaum weiterentwickelt. Sowohl Pixelmator als auch Photomator waren bis dato vorbildlich gepflegt, bekamen ständig Updates und Fixes. Seit es nun zu Apple gehört, herrscht mehr oder minder Stillstand. Schade. Ich bin enttäuscht. Beides aber trotzdem nach wie vor meine Lieblings-Apps für Bild- und Fotobearbeitung.

Gespannt bin ich immer noch auf den Ladybird Browser. Der wohl einzige Browser, der das Rad neu erfinden möchte, indem er wirklich mal wieder eine eigene Browser Engine entwickelt. Deshalb dauert es auch noch so lange, bis da eine nutzbare Version erscheinen wird. Aber da Firefox für mich komplett tot ist, Google Chrome als Google-Gedöns niemals genutzt oder unterstützt wird, egal in welcher Form, und Safari, zumindest gefühlt, immer mehr zum neuen Internet Explorer mutiert, sehne ich mich förmlich danach, den finalen Ladybird Browser ausprobieren zu dürfen. Irgendwann.

Gespannt bin ich, wie es mit der künstlichen Intelligenz weitergehen wird. Nachdem der erste Hype vorüberzog, zeigte sich schnell, dass KI zwar spannend ist, uns aber nicht so richtig weiterbringt. Außerdem hat sie nach wie vor Probleme damit, richtige Antworten zu generieren, die ich nicht händisch überprüfen muss. Oft ist das fachlich einfach falsch, was mir ChatGPT, Google Gemini und Co erzählen. Aber die KI wird ganz sicher die klassische Suche ablösen. Schon jetzt suchen viele von uns nach Antworten direkt mittels KI und durchforsten nicht mehr Google-Ergebnisse und Websites. Es ist inzwischen oft eine Anfrage an die KI und dann ein Quellen- und Faktencheck, um auf Nummer sicher zu gehen, dass das Gesagte auch stimmt. Unter anderem deshalb funktionieren persönliche Blogs wieder, während Nischenseiten gnadenlos untergegangen sind. Zum Glück.

Wie das kommende Jahr für mich werden wird

In erster Linie ganz anders als bisher, da bin ich mir sicher. Die künstliche Intelligenz verändert die digitale Landschaft und ganze Branchen fallen damit weg. Vielleicht auch meine? Vielleicht. Auch wenn ich glaube, dass qualitative und persönliche Artikel, wie ich sie schreibe, nicht das sind, was eine KI erzeugt. Ob Firmenblog oder private Internetseite: Kreativität braucht einen Charakter und eine Form, und das kann KI nicht ersetzen.

Sorgen mache ich mir dennoch. Viele Kunden sind nach wie vor zögerlich und der Nachwuchs zu Hause schafft weitere Existenzängste. Kinder sind sooo teuer. Auf der anderen Seite wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Panik hat selten etwas Sinnvolles hervorgebracht. Ich bleibe also cool und schaue, was die Zeit bringt, während ich wie immer viel Neues ausprobiere.

Die instabile Weltlage, in der wir uns gerade befinden, trägt auch nur wenig zur Beruhigung bei. Dennoch heißt es für mich erst einmal weitermachen. Denn ich liebe, was ich tue, und hoffe, mein leidenschaftlicher Einsatz ist in jedem meiner Texte herauszulesen. Das ist und bleibt etwas, was eine KI nicht kann. Weder in Text-, Bild- noch Videoform. KI-Slop bleibt immer KI-Slop. Lebloser, sinnloser Schrott im Netz. Die Frage ist nur, wie wir diesen in Zukunft filtern und wie wir damit umgehen werden. Wir werden sehen.